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  • Geodatendienst für die Artverbreitung unter Klimawandel. Mithilfe von Artverbreitungsmodellen wurden großräumige mögliche Veränderungen des Vorkommens der Hauptbaumarten Fichte, Buche, Eiche und Tanne abgeschätzt. Dafür wurden Korrelationen zwischen dem heutigen Vorkommen dieser Arten innerhalb Europas (Level 1 Datensatz) (Hanewinkel et al., 2010) und bioklimatischen Variablen ermittelt. Unter Verwendung von Werten dieser bioklimatischen Variablen wurde für die Klima-Zukunftsszenarien RCP 4,5 und RCP 8,5 und die Zeiträume 2041-2061 und 2061-2080 (Hijmans et al., 2005) die zukünftige Vorkommenswahrscheinlichkeit einer Art abgeschätzt.

  • Geodatendienst für die Baumarteneignung unter Klimawandel. Die Baumarteneignung unter Klimawandel stuft die vier heutigen Hauptbaumarten hinsichtlich ihrer Anbaueignung unter Klimawandel für forstliche Zwecke ein. Sie sind konzipiert als waldbauliche Entscheidungshilfe für die Baumartenwahl und dienen damit der langfristigen Waldentwicklungsplanung. Die Logik ist eine Potentialbetrachtung ohne Berücksichtigung der heutigen Bestockungssituation (Baumartenvergleich auf der grünen Wiese). Die Darstellung der klimadynamischen Baumarteneignung erfolgt in Ampelfarben in sieben Klassen von geeignet bis ungeeignet und ist damit an die bisherige statische Baumarteneignungsbeurteilung der Standortskartierung (Aldinger und Michiels 1997 ).anschlussfähig. Die hier eingesetzte Modellgeneration 2.0 ist eine methodische Weiterentwicklung der 2010 veröffentlichten Klimaeignungskarten der FVA. Diese Karten wurden von einem mono- zu einem multikriteriellen Verfahren weiterentwickelt, was bedeutet, dass die 2010 veröffentlichte nur auf Artverbreitungsmodellen basierende Klimadynamisierung nun um weitere Klimaaspekte wie z. B. Bodenwasserhaushalt, Borkenkäferrisiko und Bonitätsveränderungen erweitert wurde.

  • Geodatendienst für die Vulnerabilität unter Klimawandel. Die Vulnerabilität unter Klimawandel klassifiziert die heutigen Waldbestände hinsichtlich ihrer Gefährdung durch klimawandeltypische Mortalitätsrisiken. Sie sind ein neues Produkt der Klimafolgenforschung und dienen der kurz- und mittelfristigen Waldbauplanung (1-10 Jahre). Auf den Vulnerabilitätskarten werden besonders gefährdete Bereiche identifiziert, um Anpassungsmaßnahmen zielgerichtet hier zu beginnen und eine Reihenfolge für die Verjüngungsplanung zu ermitteln. Die Vulnerabilitätskarten sind farblich in Brauntönen dargestellt. In Ergänzung zur Potentialbetrachtung der Baumarteneignungskarten sind die Vulnerabilitätskarten eine in-situ-Gefährdungsbeurteilung der heutigen Waldbestände hinsichtlich klimabedingter naturaler Risiken.