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  • Eine Verdolung oder nach DIN 4047-5 (5.7) eine Verrohrung ist eine Rohrleitung, in der ein Fließgewässer unter flächenhaften Hindernissen, in der Regel mit freiem Wasserspiegel, durchgeleitet wird. Von einer Verdolung spricht man, wenn es sich um eine längere Gewässerstrecke handelt, für deren Bau ein Planfeststellungsverfahren bzw. eine Ausbaugenehmigung nach §31 WHG erforderlich war. Ein Gewässerdüker ist lt. DIN 4047-5 (5.4) ein Kreuzungsbauwerk, in dem ein Gewässer unter einem Gewässer, einem Geländeeinschnitt oder einem tiefliegenden Hindernis unter Druck durchgeleitet wird. Mit einer Trogbrücke wird ein anderes Gewässer überquert. Diese Bauwerke spielen bei den Gewässerentwicklungsplanungen, der Bestandsaufnahme für die Wasserrahmenrichtline, sowie für die Bearbeitung der Hochwassergefahrenkarten eine Rolle.

  • Anlagen zur Herstellung der Durchgängigkeit (Beispiele: verschiedene Typen von Verbindungsgewässern, Pässen oder Fischtreppen) sind für die Gewässerbeschreibung von Bedeutung. Sie spielen bei der Gewässerentwicklung (Gewässerentwicklungskonzept, Gewässerentwicklungsplan), der Wasserrahmenrichtlinie und den Hochwassergefahrenkarten eine Rolle.

  • Enthält die Grundwassermessstellen, die Teil der Landesmessnetze sind. Dort werden flächenhaft repräsentative Daten zum Grundwasserstand sowie Messwerte zur Grundwasserbeschaffenheit erhoben, ausgewertet und verfügbar gemacht. Das Messnetz mit zugehörigen Untersuchungsprogrammen und Datendiensten ist zugleich ein Frühwarnsystem für großräumige natürlich und menschlich verursachte Veränderungen des Grundwassers, beispielsweise Versauerung, Klimafolgen, Belastungsveränderungen und Übernutzungen.

  • In der Objektart Gewässerausbau, Gewässerrenaturierung sind Bauwerke und Anlagen zum Schutz und Erhaltung der Gewässerufer bzw. der Sohle in der vorgebenen Lage. Die Aufnahme dieser Bauwerke ist für die Gewässerbeschreibung von Bedeutung. Sie spielen bei den Gewässerentwicklungsplanungen (Gewässerentwicklungskonzept, Gewässerentwicklungsplan) und bei der Bestandsaufnahme für die Wasserrahmenrichtlinie, sowie für die Bearbeitung der Hochwassergefahrenkarten eine Rolle.

  • Die EU-Badestellen in Baden-Württemberg liegen mit einer Lagegenauigkeit entsprechend dem Maßstab 1:50.000 in digitaler Form vor. Dieser Datensatz ist Datengrundlage für die jährlich erscheinende Badegewässerkarte des Sozialministeriums Baden-Württemberg. Die Badegewässerkarte gibt einen Überblick über ca. 300 gemeldete und regelmäßig auf mikrobiologische Verunreinigungen untersuchte Badegewässer. Die Beprobung und Bewertung der Badestellen erfolgt durch das Regierungspräsidium Stuttgart, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg.Zur Kontrolle der Qualität der Badegewässer untersucht das Landesgesundheitsamt während der Badesaison (in der Regel vom 1. Juni bis 15. September) zwei Proben pro Monat. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf Bakterien, die auf fäkale Verunreinigungen (Darmkeime) schließen lassen. Daneben geben Vor-Ort-Kontrollen weitere Hinweise auf sonstige Verunreinigungen, die für Badende schädlich sein können. Grundlage ist die Badegewässerverordnung Baden-Württemberg.Die Badegewässerkarte erscheint in Papierdruck (Übersichtskarte Baden-Württemberg) und wird auch ins Internet (mit Detailkarten 1:50.000 und 1:200.000, Hinweise über lokale Lage, Anfahrt und Infrastruktur etc.) eingestellt.

  • Wasserwirtschaflich bedeutsame Hochwasserdeiche und Längsdämme bzw. entsprechende Schutzeinrichtungen werden als Linienobjekt (Deichachse) erfasst und u.a. mit Informationen zu Typ und Funktion fortgeschrieben.

  • Die Erhebung der Gewässerstruktur ist für die vergleichende allgemeinverständliche Erfassung, Überwachung und Entwicklung des morphologischen Zustandes der Gewässer erforderlich. Das Verfahren stellt eine leicht handhabbare Methode für die Erarbeitung der Gewässerentwicklungskonzepte dar. In Baden-Württemberg wird landesweit das LAWA-Übersichtsverfahren und für die regionale Maßnahmenplanung bei der Gewässerentwicklung das LAWA-Feinverfahren und seit 2010 das Feinverfahren Baden-Württemberg verwendet.

  • Hochwasserrückhaltebecken sind Stauanlagen, deren Staubecken ganz oder teilweise dem vorübergehenden Rückhalt von Hochwasser dient (DIN 4048-1 1.3). Hierzu gehören auch Rückhalteräume im Nebenschluss z.B. am Rhein (IRP-Rückhalteräume). Talsperren sind Stauanlagen, die über den Querschnitt des Wasserlaufes hinaus den ganzen Talquerschnitt absperren. Sie bestehen i.d.R. aus der Hauptsperre (Absperrbauwerk mit Speicherbecken) und Vorsperren (Absperrbauwerke mit Staubecken oder Speicherbecken, DIN 4048-1 1.2).

  • Die Waldbiotopkartierung erfasst für den Waldbereich die besonders geschützten Biotope nach § 24 a NatSchG (seit Novellierung zum 01.01.2006 im § 32 NatSchG aufgeführt), den Biotopschutzwald nach § 30a LwaldG und weitere naturschutzfachlich wertvolle Biotope (z. B. Vorkommen bedrohter Arten, Strukturreichtum). Die Biotope wurden nach den einheitlichen Vorgaben einer Kartieranleitung erfasst und sind nun Bestandteil der landesweiten Biotopdatenbank. Eine Fortführung mit der gleichen Methodik erfolgt nicht.

  • Sohlenbauwerke sind nach DIN 4047/ Teil 5 bzw. DIN 19661/Teil2: Sohlenstufen: Absturz, Absturztreppe, Sohlenrampe, Sohlengleite und Schwellen: Stützwehr, Grundschwelle, Sohlenschwelle. Diese Bauwerke sind für die Gewässerbeschreibung (Gefälle, Durchgängigkeit) von Bedeutung. Sie spielen bei den Gewässerentwicklungsplanungen und bei der Bestandsaufnahme für die Wasserrahmenrichtlinie eine wichtige Rolle.